metallCASE 1

Executive Summary

Neuemissionsvolumen lokaler High-Yield-Anleihen deutscher Emittenten (zwischen 10 und 200 Mio. EUR, in Mrd. EUR)

Neuemissionsvolumen lokaler High-Yield-Anleihen deutscher Emittenten (zwischen 10 und 200 Mio. EUR, in Mrd. EUR)

Neuemissionsvolumen internationaler High-Yield-Anleihen ­deutscher Emittenten (zwischen 200 und 500 Mio. EUR, in Mrd. EUR)

Neuemissionsvolumen internationaler High-Yield-Anleihen ­deutscher Emittenten (zwischen 200 und 500 Mio. EUR, in Mrd. EUR)

Anteil der Erstemittenten unter deutschen High-Yield-Anleihe-Emissionen (10 – 500 Mio. EUR, seit Q4-09)

Anteil der Erstemittenten unter deutschen High-Yield-Anleihe-Emissionen (10 – 500 Mio. EUR, seit Q4-09)

Der Markt für Fremdkapital mit Sub-Investment-Grade-Bonität in Europa, und besonders in Deutschland, befindet sich im Wandel. Die ursprünglichen Kapitalgeber (d. h. Banken) sind entweder auf Grund ihrer eigenen Bilanzsituation nur noch eingeschränkt aktiv (z. B. Landesbanken) oder vergeben wegen regulatorischer Änderungen nur noch Darlehen an Unternehmen mit höchster Bonität. Die meisten mittelständischen Unternehmen in Deutschland sind gekennzeichnet durch ein solches Sub-Investment-Grade-Profil. Ein struktureller Wandel wie dieser führt zwangsläufig zu Verwerfungen und generiert Chancen für Investoren, welche Erfahrungen mit der ganzen Bandbreite an Fremdkapital Instrumenten vorweisen können (Darlehen, Anleihen, Schuldscheine, Genussscheine). Der Fonds wird in diesem Bereich investieren und erwartet speziell in einem Umfeld von niedrigem Wachstum und Kürzungen der Staatshaushalte, wie es derzeit und auf absehbare Zeit in Europa vorherrscht, Anlagemöglichkeiten mit herausragendem Risiko-Rendite-Profil, welche vornehmlich (aber nicht ausschließlich) über den Sekundärmarkt wahrgenommen werden.

Marktsituation und Investment-Ansatz

Es gibt Verschiebungen in Deutschland, in der Art und Weise, wie sich Mittelstandsfirmen mit Sub-Investment-Grade-Rating (was auf die meisten Mittelständler zutrifft) finanzieren:

  • Verschiebung zu alternativen Kapitalgebern und weg von Banken;
  • Verschiebung zu längerfristigen Finanzierungen und weg von kurzfristigen Betriebsmittelfazilitäten;
  • Verschiebung zu Finanzierungen durch Kapitalmarkt-Instrumente mit größeren Investoren-Gruppen (syndizierte Darlehen, Anleihen, Schuldscheine) und weg von bilateralen Bankfazilitäten;
  • Wachsende Bedeutung von Sekundärmärkten.

Diese Verschiebungen werden getrieben durch eine Reihe von Ereignissen, welche die Kapazität von Banken, Darlehen an Mittelstandsunternehmen ohne hohe Bonität zu vergeben, stark beeinträchtigt haben:

  • Abschaffung der Staatsgarantien für Landesbanken (2005);
  • Einführung von Basel II (2007) und Basel III (ab 2013);
  • Finanzkrise Teil 1 (2007 bis 2009) und Teil 2 (ab 2011).

Das Resultat ist eine steigende Nachfrage seitens der Unternehmen nach alternativem Fremdkapital (wie der hohe Anteil an Erstemittenten unter den jüngsten Anleiheemissionen zeigt) und wachsende Volumen in den Bereichen Anleihen, Schuldscheindarlehen und syndizierten Darlehen (wie das explosionsartige Wachstum an Anleiheemissionen zeigt). Zugleich schafft diese Verschiebung auf ihrem Weg zu einem neuen stabilem Gleichgewicht Dislokationen und Fehlbewertungen, von denen erfahrene Fondsmanager über den Sekundärmarkt profitieren können. Die aktuelle Situation an den Finanzmärkten im Hinblick auf die hohe Staatsverschuldung und die Forderungen nach einer höheren Eigenkapitalausstattung der Banken setzt die Banken zusätzlich unter Druck, ihre Bilanzen zu verkürzen und speziell ihre Engagements im Sub-Investment-Grade-Bereich über die Sekundärmärkte zu reduzieren, was die Anzahl der Anlagemöglichkeiten weiter erhöht hat und sich attraktiv auf die erzielbaren Renditen ausgewirkt hat.