Philosophie
„Attraktive Kreditinvestments entstehen dort, wo tiefgehende Analyse auf Opportunitäten trifft.“
Der Investmentansatz von Robus Capital verbindet fundamentale Kreditanalyse, diszipliniertes Risikomanagement und aktives Portfoliomanagement. Der Fokus liegt auf Fremdkapitalinstrumenten von mittelgroßen Emittenten in Europa, die häufig komplex sind, nur begrenzt institutionell analysiert werden und dadurch nicht immer effizient bewertet sind.
Die Strategien von Robus Capital unterscheiden sich hinsichtlich Liquidität, Risiko-Rendite-Profil und Investmenthorizont. Sie werden unabhängig voneinander gemanagt und lassen sich zwei Bereichen zuordnen: Performing Credit und Turnaround / Distressed Debt.


Performing Credit
„Nicht die Größe des Marktes, sondern die Qualität der Analyse entscheidet über den Anlageerfolg.“
Im Bereich Performing Credit investiert Robus Capital selektiv und benchmark-unabhängig vorwiegend in erstrangige und/oder besicherte Fremdkapitalinstrumente stabiler europäischer Unternehmen, überwiegend mit Sub-Investment-Grade-Profil. Ziel der Performing-Credit-Fonds ist es, attraktive laufende Erträge aus Kuponzahlungen mit Kapitalerhalt und Risikodiversifikation zu verbinden. Während sich die täglich-liquiden Publikumsfonds ausschließlich auf Unternehmensanleihen fokussieren, investieren die Private-Debt-Strategien auch in weniger liquide Fremdkapitalinstrumente wie syndizierte Darlehen, Schuldscheindarlehen und tätigen ausgewählte Direktfinanzierungen.
Die Auswahl für die Fonds erfolgt auf Basis eines fundamentalen Bottom-up-Ansatzes und einer laufenden Bewertung des Risiko-Rendite-Verhältnisses jedes allokierten Fremdkapitalinstruments.
Robus Capital ist am Primärmarkt aktiv, nutzt aber auch die europäischen Sekundärmärkte, wenn attraktive Einstiegspreise entstehen. Sobald das Risiko-Rendite-Verhältnis einzelner Investments nicht mehr überzeugt oder die Zielpreise erreicht sind, werden Titel konsequent verkauft. Ziel ist ein Portfolio, das laufend auf die überzeugendsten Investmentideen ausgerichtet bleibt.
Turnaround / Distressed Debt
„Unser Ziel ist es, tragfähige Lösungen zu entwickeln. Nachhaltiger Wert entsteht nur durch eine erfolgreiche Restrukturierung.“
Die Turnaround-Strategie von Robus Capital konzentriert sich auf Sondersituationen von Unternehmen, für die Robus Capital eine realistische Perspektive auf eine erfolgreiche Restrukturierung, Stabilisierung und Werterholung sieht.
Wenn bestehende Gläubiger ihr Kreditengagement reduzieren oder ganz veräußern möchten, erwirbt Robus Capital Fremdkapitalinstrumente in der Regel mit einem Abschlag zum Nominalwert am Sekundärmarkt.
In ausgewählten Fällen stellt Robus Capital zusätzliches Kapital bereit, sofern ein entsprechender Finanzierungsbedarf besteht und die bestehenden Gläubiger einer solchen Finanzierung zustimmen. Diese Finanzierungen sind typischerweise vorrangig, besichert und zu marktüblichen Konditionen strukturiert.
Die Turnaround-Fonds von Robus Capital investierendiversifiziert in 40 bis 60 Emittenten. Einzelne Insolvenzen können in diesem Segment nicht ausgeschlossen werden und sind inhärenter Bestandteil des Risikoprofils der Strategie. Sie werden daher stets im Kontext eines diversifizierten Gesamtportfolios betrachtet.
Ziel ist es, Unternehmen zu stabilisieren und gemeinsam mit Management, Gläubigern und weiteren Beteiligten tragfähige Lösungen zu entwickeln. Wert entsteht dabei nicht aus der Insolvenz eines Unternehmens, sondern aus erfolgreicher Restrukturierung, operativer Fortführung und nachhaltiger Werterholung.


Kernpunkte des Investmentansatzes
Der Investmentansatz von Robus Capital folgt klaren Prozessen. Die folgenden Kernpunkte bilden das Analyse-Fundament beider Strategien:
Marktbeobachtung: Laufende Analyse von Primär- und Sekundärmärkten, Branchenentwicklungen und relevanten Unternehmenssituationen.
Ideengenerierung: Nutzung langjähriger Marktbeziehungen zu Banken, Brokern, Beratern, Anwälten, Investoren und Unternehmensmanagements zur Identifikation relevanter Investmentopportunitäten.
Fundamentalanalyse: Detaillierte Analyse von Geschäftsmodell, Kapitalstruktur, Cashflows, Sicherheiten und rechtlicher Struktur.
Finanzanalyse: Aufbau integrierter Finanzmodelle, Durchführung von Szenarioanalysen sowie Gespräche mit Management, Beratern und relevanten Marktteilnehmern.
Relative Value: Kontinuierlicher Vergleich bestehender und potenzieller Investments auf Basis von Risiko, Rendite, Liquidität und Kapitalstruktur.- Investmentthese: Entwicklung einer klaren Investmentthese einschließlich potenzieller Katalysatoren wie Refinanzierungen, Fälligkeiten, Eigentümerwechsel, Covenants oder Ratingveränderungen.
Kapitalschutz: Fokus auf nachvollziehbare Kapitalstrukturen, robuste Sicherheiten und angemessene Sicherheitsmargen.
Investmententscheidung: Mehrstufiger Entscheidungsprozess im Investmentkomitee auf Grundlage unabhängiger Analyse und disziplinierter Diskussion.
Unternehmensbewertung und Asset Cover: Zur Beurteilung des Risikos eines Investments wird die Kennzahl Asset Cover herangezogen. Hierbei wird der Wert der vorrangigen und im gleichen Rang befindlichen Fremdkapitalinstrumente (zu Marktpreisen) in Relation zum Unternehmenswert gesetzt. Dies setzt die Ermittlung des Enterprise Value voraus. Der Asset Cover ist quasi das inverse des aus dem Immobilienbereich bekannten „Loan-to-Value“.
Laufendes Monitoring: Kontinuierliche Überwachung aller Investments auf Einzel- und Portfolioebene, einschließlich Geschäftsverlauf, Kapitalstruktur und Refinanzierungsfähigkeit. Im Zusammenhang mit der Turnaround / Distressed Debt-Strategie finden weitergehende Analyseprozesse wie Unternehmensbewertung (Sum-of-the-Parts), die Bewertung von Sicherheiten oder Liquidationsanalysen.
Risikomanagement
Risikomanagement ist integraler Bestandteil des gesamten Investmentprozesses. Robus Capital überwacht Portfolios kontinuierlich auf Einzelinvestment- und Portfolioebene. Grundlage sind eigene Finanzmodelle, laufende Marktbeobachtung und regelmäßige Gespräche mit Unternehmen, Beratern und Marktteilnehmern.
Robus Capital investiert überwiegend in erstrangige und besicherte Fremdkapitalinstrumente. Dies kann dazu beitragen, Risiken zu begrenzen und die Verhandlungsposition bei unerwarteten Entwicklungen im Portfoliounternehmen zu stärken.
Das Risikomanagement stützt sich auf folgende Elemente:
Liquidität: Berücksichtigung der Liquidität jedes Instruments im Kontext der jeweiligen Fondsstrategie.
Diversifikation: Diversifizierte Portfolios mit kontrollierten Positionsgrößen.
Laufendes Monitoring: Regelmäßige Überprüfung von Geschäftsverlauf, Kapitalstruktur und Refinanzierungsfähigkeit der Emittenten.
Aktive Risikosteuerung: Anpassung des Investitionsgrads in volatilen Marktphasen.
Bei weniger liquiden Kreditinstrumenten steht die fortlaufende Analyse der einzelnen Emittenten im Mittelpunkt, ergänzt durch Portfolioüberwachung, Liquiditätssteuerung und gegebenenfalls marktbezogene Absicherungsstrategien.

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